Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit Verantwortung und das Konzept des Adaptive Leadership. Demokratie verlangt, Unsicherheit auszuhalten, Spannungen ernst zu nehmen und das eigene Handeln und die Haltung dahinter immer wieder zu überprüfen. Für Führungskräfte bedeutet das, vertraute Rollenbilder zu hinterfragen. Es geht nicht darum zu kontrollieren, sondern zu befähigen. Denn Demokratie lebt nicht von Zustimmung, sondern von dem Gefühl der Sinnhaftigkeit und von Verantwortungsübernahme.
Passend dazu rückte der Impuls von Fregattenkapitän Tanja Merkl (siehe Foto) Führung als innere Haltung in den Fokus. Demokratie brauche Menschen, die selbst denken und wertebasiert und verantwortungsvoll handeln – „keinen sturen Gehorsam“.
Neben den inhaltlichen Impulsen war das Miteinander prägend. Innerhalb kurzer Zeit entstand Vertrauen und Raum für offene Gespräche. Dr. Yael Kupferberg sprach in diesem Zusammenhang davon, dass Demokratie dort entsteht, wo Gemeinschaft erlebt wird.
Im nächsten Modul im Februar steht die Vertiefung von Adaptive Leadership im Mittelpunkt. Die kommenden Monate bieten Raum für weitere Arbeit, Reflexion und Austausch mit einer engagierten zweiten Kohorte von Leaders for Democracy, einer gemeinsamen Initiative des BC4D und der Hans und Berthold Finckelstein-Stiftung.