Erinnern. Gestalten. Unternehmen stärken.
Worum geht es?
Führung ist in den vergangenen Jahren deutlich anspruchsvoller geworden. Polarisierung und demokratiefeindliche Tendenzen gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Auswirkungen sind längst auch in Unternehmen zu spüren.
Das Weiterbildungsprogramm Leaders for Democracy: Erinnern. Gestalten. Unternehmen stärken. richtet sich an junge Führungskräfte, die diesen Herausforderungen wirksam begegnen möchten.
Ziel ist es, ein Netzwerk von jungen Entscheiderinnen und Entscheidern in der Wirtschaft zu schaffen, die sich der Stärkung der Demokratie besonders verpflichtet fühlen und das Thema in ihren jeweiligen beruflichen Kontexten einbringen.
Für sich, ihr Team, ihr Unternehmen und unsere Gesellschaft.
Bewirb dich für 2027
Die Bewerbungsphase für die #Classof2027 läuft vom 01. September bis zum 15. Oktober 2026.
Du kannst dich bewerben, wenn du folgende Voraussetzungen mitbringst:
- Du bist Führungskraft in einem Unternehmen oder einem Verband,
- zwischen 30 und 45 Jahre alt,
- hast eine große Motivation, dich für demokratische Grundwerte in deinem Unternehmen und der Gesellschaft stark zu machen,
- kannst an allen Modulen unseres Hybrid-Programms teilnehmen.
Die jeweils dreitägigen Präsenzmodule finden in Berlin, Weimar und am Tegernsee statt und beginnen bzw. enden so, dass die An- und Abreise noch am jeweiligen Tag möglich ist. Dazu gibt es drei online-Module.
Die Teilnahmegebühren für das gesamte Programm inklusive Übernachtungen betragen 500 € pro Person. Anreisen müssen selbst organisiert und finanziert werden.
Programm und Einblicke
Unsere demokratische Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Polarisierung, demokratiefeindliche Tendenzen und zunehmende gesellschaftliche Spaltungen gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen sind längst auch in Unternehmen angekommen. Deshalb brauchen wir in allen Teilen der Gesellschaft Menschen, die unsere Grundwerte schützen und die Gemeinschaft positiv gestalten wollen. Das Weiterbildungsprogramm Leaders for Democracy: Erinnern. Gestalten. Unternehmen stärken. richtet sich an junge Führungskräfte in Unternehmen, denen genau dies ein Anliegen ist.
In sechs Modulen über ein halbes Jahr stellst du dich den relevanten Fragen der Zeit:
- Wie gehst du als Führungskraft mit den Herausforderungen um, die die politische und soziale Lage für dich und dein Unternehmen bereit hält?
- Welche gesellschaftspolitische Verantwortung trägst du als Führungskraft?
- Und wie kannst du dein Unternehmen, dein Team und dein Umfeld positiv beeinflussen?
In praxisnahen Workshops und Kommunikationstrainings arbeitest du zu den Themen Adaptive Leadership, Umgang mit Antisemitismus und Rassismus (am Arbeitsplatz), Haltungskommunikation und historische Verantwortung behandelt.
Entscheidend: Du bist nicht alleine. Weder als Führungskraft, noch als Mensch, der für demokratische Werte einsteht. Leaders for Democracy versteht sich auch als Netzwerk für Menschen, die etwas bewegen und aktiv gestalten wollen.
Das Programm
Modul 1+2: Werteorientierte Führung
(21.-23. Januar 2026 Berlin und 26. Februar 2026 online)
Führen kann nur, wer eine Autoritätsposition innehat – oder? Das Modul lädt ein zum Lernen und zur Selbstreflexion über das eigene Führungsverständnis. Erfahrene Coaches vermitteln Kenntnisse und Kompetenzen, die Verantwortung im unternehmerischen und gesellschaftlichen Kontext mit einem wertebasierten Ansatz zu verknüpfen.
Du setzt dich mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander und erarbeitest, wie man in komplexen Zeiten mit Adaptive Leadership werteorientiert führt.
Modul 3: Geschichte und Gegenwart
(25.-27.März 2026, Weimar)
Im Zentrum dieses Moduls steht die Auseinandersetzung mit Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und der Verantwortung von Unternehmen. Dafür kooperieren wir mit dem Museum für Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar.
Du erlangst vertieftes Wissen über die Rolle der deutschen Wirtschaft im Nationalsozialismus und erarbeitest, welche Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft daraus erwächst. Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit wirft Fragen auf, die heute aktueller denn je sind: Wann beginnt Verantwortung? Welchen Wert hat Arbeit? Wie steht es um das Verhältnis von Innovation und Menschlichkeit?
Modul 4: Menschenfeindlichkeit begegnen
(23./24. April 2026, online)
Du lernst praktische Tools kennen, um Rassismus und Antisemitismus am Arbeitsplatz zu erkennen, proaktiv zu bekämpfen und im Sinne eines wertebasierten Führungsverhaltens eine neue Arbeitskultur zu etablieren.
Durch praxisnahe Impulse wirst du für Diskriminierung am Arbeitsplatz sensibilisiert. Du erprobst Interventionen und schärfst das Wissen um Handlungsoptionen auf Führungsebene. Wer vielfältige Perspektiven zulässt, Diskriminierung erkennt und mutig handelt, schafft nicht nur ein respektvolles Miteinander, sondern fördert Innovation und Zusammenhalt im Team.
Modul 5+6: Haltung und Kommunikation
(13.Mai 2026 online und 01.-03.Juli 26 Gmund am Tegernsee)
Debatten werden immer hitziger. Hier lernst du, wie du mit einem realistischen Ziel und Anspruch an dich selbst in ein Gespräch gehst. Gespräche gelingen selten von selbst, sondern, weil sie sinnvoll geführt werden.
Darüber hinaus reflektierst du die zentrale Rolle von Kommunikation nach innen und außen, insbesondere im Umgang mit Konflikten und einer klaren Positionierung für demokratische Werte. Dabei nimmst du sowohl deine eigene Positionierung als auch die deines Unternehmens in den Blick.
Ein souveränes Auftreten auch bei Gegenwind ist ebenso Teil des Moduls wie die praktische Anwendung von Kommunikationstechniken.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Ob
- Unternehmen oder Verband
- digital oder analog
- global oder regional
- Ingenieurin oder Betriebswirt
Zulieferer oder Hersteller
Unsere Leaders for Democracy zeichnet der Wunsch aus, sich für die Gesellschaft zu engagieren und sich in ihrer Rolle als Führungskraft inhaltlich, methodisch und persönlich weiterzuentwickeln
Wir sind überzeugt, dass viele unterschiedliche Perspektiven und Geschichten jeden und jede individuell beflügeln.
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Die Initiatoren
Der Business Council for Democracy (BC4D) ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinnützigen Hertie Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und des Institute for Strategic Dialogue (ISD Germany). Seit 2021 bringt der BC4D Unternehmen in einem Netzwerk zusammen, die sich für die liberale Demokratie in Deutschland einsetzen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, in Schulungen demokratie-relevante Kenntnisse und Kompetenzen zu erwerben.
Die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung stärkt die Erinnerungskultur im Unternehmen Bayer und unterstützt Forschungsprojekte zu den Verbrechen der Nationalsozialisten, insbesondere zu NS-Zwangsarbeit und der I.G. Farben. Zudem entwickelt sie Programme für eine durch historische und ethische Verantwortung geprägte Unternehmenskultur, für zeitgemäße Führung und demokratisches Handeln. Sie treibt dialogorientierte Projekte in Europa, Israel und den USA voran, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hass und Diskriminierung zu stärken.