Job und Ehrenamt - aber wie?

Viele Erwerbstätige würden sich gern ehrenamtlich engagieren. Doch im Alltag scheitert dieser Wunsch oft an der fehlenden Vereinbarkeit von Ehrenamt und Erwerbsarbeit. Eine vom Business Council for Democracy in Auftrag gegebene Befragung zeigt: Für Erwerbstätige ist fehlende Zeit aufgrund beruflicher Verpflichtungen das größte Hindernis für ehrenamtliches Engagement – noch vor familiären Verpflichtungen oder mangelnder Motivation. 

Das Umfrage-Institut Civey hat für den BC4D im Zeitraum vom 12.02. bis 10.03.2026 rund 2.500 Erwerbstätige in Betrieben mit mehr als 15 Mitarbeitenden online befragt sowie in dieser Betriebsgröße je 1.000 Erwerbstätige, die sich ehrenamtlich bzw. nicht ehrenamtlich engagieren sowie 1.000 Erwerbstätige mit Führungsverantwortung für mehr als 10 Mitarbeitende. 

In Deutschland sind rund 41 % der Bevölkerung ehrenamtlich engagiert. Unter Berufstätigen sinkt diese Quote laut Umfrage jedoch auf etwa 33 %. Dies zeigt: Der Berufsalltag wird für das Engagement zur Herausforderung. Fast die Hälfte der Nicht-Engagierten nennt fehlende Zeit durch berufliche Verpflichtungen als Haupthinderungsgrund. 

Gefragt nach möglichen Unterstützungsmaßnahmen nennen sowohl engagierte als auch nicht engagierte Erwerbstätige vor allem strukturelle Entlastungen: Freistellungsmöglichkeiten, flexiblere Arbeitszeiten oder eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Grafiken zu ausgewählten Ergebnissen sehen Sie hier auf der Seite, z.B. zum Zusammenhang zwischen Parteienpräferenz und Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement oder zu regionalen Unterschieden nach Bundesländern.

Über die Links rechts oben können Sie die vollständigen Umfrageergebnisse und unseren Ratgeber “Unternehmen stärken Ehrenamt” als pdf-Datei herunterladen.